Heute beim Nachhauseweg habe ich wieder einmal über meine Ziele nachgedacht. Ich bin ein bekennender Planer. Ich plane meine Ziele und mein Leben, so gut es eben geht. Früher hatte ich nur einfach so in den Tag gelebt. Mit mäßigem bis keinem Erfolg. Dann begann ich, mein Leben zu planen. Ich dachte, dadurch wird alles besser, einfacher, leichter.

Weit gefehlt. Ich kam gewissermaßen vom Regen in die Traufe. Warum, wo doch das Planen so wichtig ist? Nahezu alle Erfolgslehrer und Kenner der Materie sind sich darin einig. Schließlich muss man seine Ziele kennen, denn wer nicht weiß, wo er hin will, wird auch nirgends ankommen. Warum also führt Planen in die Sackgasse? STOP! So ist es nun auch wieder nicht. Allerdings kann man alles übertreiben. Die Dosis macht`s. Was also läuft hier schief. Wieso kommen viele Menschen nicht von der Stelle, trotz aller sauber ausgearbeiteten Zukunftspläne? Weil sie leben, um zu planen und nicht planen, um zu leben. Sie erstellen Zehn-Jahres-Pläne, planen das aktuelle Jahr, planen die Monate, planen die Tage und die Stunden, planen das Planen. Doch der entscheidende Schritt fehlt. Das TUN! Sie schaffen es nicht, die entscheidende Hürde zu nehmen: Sie kommen nicht vom Planen zum Handeln.

Der Philosoph Platon hat einmal gesagt: „Der Beginn ist der wichtigste Teil der Arbeit“. Gemeint hat er damit, dass es nicht genügt, ein Vorhaben zu planen. Man muss es auch in die Tat umsetzen, den ersten Schritt tun. Der erste Schritt ist entscheidend. Tut man den nicht, tut man keinen. Selbst die größte Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Ist der Anfang erst gemacht, ist die erste und schwierigste Hürde überwunden.

Ein Beispiel: Nehmen wir einmal an, du möchtest mit dem Jogging beginnen. Allein die Vorstellung, eine halbe Stunde oder eine Stunde zu laufen, ist für die meisten Couch-Potatoes eine Horrorvorstellung. Es wäre auch verkehrt, gleich in die Vollen zu gehen. Beginne lieber mit klitzekleinen Schritten. Laufe am ersten Tag nur bis zum nächsten Häuserblock und wieder zurück. Überfordert? Dann g e h e bis zum nächsten Häuserblock und wieder zurück. Immer noch zu viel? Schlüpfe am ersten Tag in deine Jogging-Schuhe. Und dann ziehe Sie wieder aus. Am nächsten Tag gehst du mit deinen Jogging-Schuhen vor die Haustür, am übernächsten läufst du bis zum nächsten Häuserblock, zurück machst du einen gemächlichen Spaziergang. Hast du das Prinzip verstanden? Es geht nicht um Höchstleistungen. Es geht zunächst lediglich darum, ins Handeln zu kommen.

Dann macht auch Planen Sinn. Und es macht Spaß. Es macht einfach Freude zu beobachten, wie sich die Pläne nach und nach erfüllen, wie sie Wirklichkeit werden. So – und nur so – wird man zum Baumeister seines eigenen Lebens. Plane dein Leben, sonst tun es andere für dich. Aber setze dann deine Pläne auch in die Tat um!

Kennst du die 72-Stunden-Regel? Sie besagt, dass man innerhalb von 72 Stunden den ersten Schritt tun muss, wenn man sich etwas vorgenommen hat. Kommt man innerhalb der nächsten 72 Stunden nicht ins Handeln, beträgt die Chance nur noch etwa ein Prozent, dass man sein Vorhaben verwirklicht.

Gehe also in Zukunft folgendermaßen vor:

  1. Plane dein Vorhaben schriftlich. Lege ruhig auch die ersten kleinen Schritte im Detail schriftlich fest, wenn dir das hilft.
  2. Tue innerhalb der ersten 72 Stunden den ersten Schritt, und sei er noch so klein.
  3. Belohne dich nach getaner Arbeit selbst. Motiviere dich, weiterzumachen. Das ist sehr wichtig!
  4. Dann tue den nächsten Schritt usw.

Du wirst sehen: Im Laufe der Zeit geht dir diese Art zu Handeln in Fleisch und Blut über und dein Leben wird sich entscheidend verändern.

Ein Webinar für deinen beruflichen, privaten und persönlichen Erfolg: Erfolg ist planbar

Bildquelle: www.pixabay.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.