Finanzielle Freiheit

So fing alles an

Als ich anfing, mich mit der Börse zu beschäftigen, habe ich versucht, mit Investmentfonds und Optionsscheinen Geld zu verdienen. Zeitweise hatte ich großen Erfolg damit. Irgendwann war dann alles weg. Wie gewonnen so zerronnen. Einmal habe ich sogar Rohöl an der New Yorker Rohstoffbörse gekauft. Und habe alles verloren. Ich habe viel, sehr viel Lehrgeld bezahlt. Das Ganze hat aber auch eine positive Seite: Ich habe aus meine Fehlern gelernt. Ich habe unzählige Börsenbücher gelesen und zahlreiche Handelsstrategien studiert und auch ausprobiert.

Aus all diesem Wissen habe ich meine eigene Strategie entwickelt und wende sie seither mit großem Erfolg an. Ich bin dabei, mit einen passiven – hoffentlich nie versiegenden Einkommensstrom zu verschaffen, der mir ein möglichst angenehmes Leben ermöglicht. Ich bin dafür sehr dankbar und möchte mit einem Teil meines Vermögens anderen Menschen helfen. Von allen Einnahmen, die ich monatlich generiere (nach Abzug sämtlicher Ausgaben inklusive meines eigenen persönlichen Bedarfs), spende ich jeden Monat 10 % an gemeinnützige Einrichtungen und Organisationen. Zusätzlich zahle ich jährlich jeweils einen festen Beitrag an die Organisationen „World Vision“ und „Kinderträume e.V.“. Mehr dazu findest du auf der Seite „soziale Engagement“ auf diesem Blog.

Meine Handelsobjekte

Ich handle ausschließlich mit Aktien ausgewählter Unternehmen und „Exchange Traded Funds“ (ETF). Das sind börsennotierte, nicht aktiv gemanagte Fonds auf Aktien oder Indices wie zum Beispiel dem DAX, dem MDAX oder dem Dow Jones. ETF sind gegenüber gemanagten Investmentfonds bedeutend günstiger und in der Regel weniger riskant als das Direktengagement in Aktien. Bei den Aktien achte ich darauf, in Unternehmen und Branchen zu investieren, die eine große Zukunft haben. Zur Zeit sind das Geschäftsfelder wie Digitaliserung, demografischer Wandel, Künstliche Intelligenz, Roboting und Automatisierung. Ich bevorzuge auch zunehmend nachhaltige Investments. Das sind zum Beispiel Aktien oder ETF von Unternehmen, die sich mit erneuerbaren bzw. alternativen Energien beschäftigen. Ausschlusskriterien sind dabei Unternehmen der Rüstungs- und Tabakindustrie, der Glücksspielbranche und Atomkonzerne. Auch Unternehmen, die ihr Geld mit Kinderarbeit verdienen, passen nicht in mein Portfolio.

Vorselektion

Aktien, die mich interessieren, überprüfe ich nach folgenden Kriterien:

  • RSL nach Levy (27 Wochen) > 1 (je größer, desto besser)
  • KUV (Kurs-Umsatz-Verhältnis) < 1,07 (je kleiner, desto besser)
  • KBV (Kurs-Buch-Verhältnis) =< 2 (je kleiner, desto besser)
  • Hohe Umsätze

Einstiegssignale bei Aktien

Ich handle ausschließlich auf Wochenbasis. Das ist entspannender als das tägliche Handeln und spart Transaktionskosten („Hin und her macht Taschen leer“). Ich beobachte zwar täglich die Kurse meiner Wertpapiere. Allerdings nur interessehalber. Wenn eine Aktie die oben genannten Voraussetzungen erfüllt, wird sie gekauft, wenn

    • Der SMA 25 (einfacher Gleitender Durchschnitt von 25 Wochen) größer als in der Vorwoche ist und
    • Der Kurs über dem SMA (25) liegt und
    • der MACD positiv ist (über der Signallinie liegt) und
    • der Aaron-Up/down (auf Basis von 8 Wochen) = 100.

Steigt das Wertpapier, kaufe ich die gleiche Anzahl von Aktien wie beim Einstieg hinzu, wenn gewisse Gewinnschwellen erreicht sind (Paramydisieren). Hierzu ein Beispiel:

Ich habe 200 Stück der Aktie X zum Preis von 30,00 €/Stück gekauft.

  • Bei 10 % Gewinn kaufe ich weitere 200 Stück zum Preis von 33,00 €
  • Bei 20 % Gewinn kaufe ich weitere 200 Stück zum Preis von 36,00 €
  • Bei 30 % Gewinn kaufe ich weitere 200 Stück zum Preis von 39,00 €

Ausstiegssignale bei Aktien

Grundsätzlich halte ich Aktien solange, wie sie Gewinne abwerfen. Um mich vor zu großen Verlusten zu schützen, arbeite ich mit Stopp-Loss-Kursen. „Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen“ heißt die Devise. Hier die Regeln:

  • Der Initialstopp liegt bei 0,5 % des Depotwertes. Angenommen, der gesamte Wert des Depots beträgt 50.000,00 €. Verliert das Investment 250,00 € (0,5 % von 50.000,00 €), wird es verkauft.
  • Hat das Investment innerhalb von 10 Wochen nach Kauf noch keinen Gewinn erwirtschaftet, wird es verkauft (auch wenn der Initialstopp noch nicht erreicht ist).
  • Steigt das Papier innerhalb von 10 Wochen über den Einstiegskurs, wird der Stopp-Kurs auf den Einstiegskurs angehoben
  • Nach 10 Wochen beträgt der Stopp-Kurs das letzte signifikante Tief oder den 4-fachen ATR, multipliziert mit 3. Der jeweils höhere Wert ist dann der Stopp-Kurs. Dieser wird an jedem Freitag kontrolliert und ggf. nachgezogen, aber niemals gesenkt!

Ein- und Ausstiegsszenarien bei ETF

Auch ETF handele ich ausschließlich auf Wochenbasis. Diese Fonds handle ich sowohl auf steigende (long) als auch auf fallende (short) Kurse. Auch hier verwende ich den einfachen Gleitenden Durchschnitt von 25 Wochen (SMA 25). Zusätzlich arbeite ich mit sogenannten „Envelopes“. Das sind Linien, die 3 % über und 3 % unter dem SMA 25 verlaufen. Ein Ein- oder Ausstiegssignal ist erst gegeben, wenn der Kurs eine dieser Envelopes durchbricht. Als weiteres Kriterium nutze ich den MACD wie bei den Aktien. Daraus ergeben sich folgende Ein- und Ausstiegsszenarien für ETF:

Ich investiere long (steigende Kurse), wenn

    • der Kurs das obere 3%-Envelope-Band des SMA (25) von unten nach oben durchbricht und
    • wenn der SMA (25) größer als in der Vorwoche ist

Die Longphase gilt, solange das untere Envelope-Band nicht vom Kurs durchbrochen wird. Dreht auch der MACD (10/20/15) in den positiven Bereich, wird der Index gehebelt. Ich tausche dann den einfachen ETF durch einen ETF mit einem Hebel (zum Beispiel 2) aus

Verkauft wird, wenn

    • der Kurs das untere 3%-Band des SMA (25) von oben nach unten durchbricht und
    • wenn SMA (25) kleiner als in der Vorwoche ist oder
    • der MACD (10/20/15) in den negativen Bereich dreht.

Sind alle drei Voraussetzungen erfüllt, wird in Short-ETF investiert.

Das ist im Groben meine Handelsstrategie. Nachfolgend habe ich meine aktuellen Investments in einer Übersichtstabelle zusammengefasst.

Insgesamt beläuft sich meine Gesamtperformance (bereits realisierte Gewinne plus aktuell gehaltene Papiere) seit Eröffnung des Depots am 10.09.2016 auf

39,76 %